Schmortopf – klassisches Küchengeschirr für köstliche Schmorbraten

perfekt geschmortes Ossobuco
traditionelles Schmorgericht Ossobuco (Foto: Mogens EngelundOwn work, CC BY-SA 3.0, Wikimedia)

Beim Schmoren entstehen durch die Kombination von kurzem Anbraten und stundenlangem Sieden besonders intensive Aromen. Der richtige Topf ist für das Geschmacksergebnis entscheidend. Im Schmortopf können Fleischstücke entweder allein oder zusammen mit Gemüsebeilagen geschmort werden. Das gleichmäßige Garergebnis entsteht dabei auch, weil Topfboden und Wände die Wärme gleichmäßig verteilen. Ein Schmortopf ist im Gegensatz zu Bäter ein flacher Kochtopf.

Die modernsten Varianten eines Schmortopfs eignen sich auch für das Schmoren auf dem Induktionsherd.

Aufbau und Ausstattung von Schmortöpfen

Die teilweise lange Garzeit bei Temperaturen unter 100 °C verlangt vom Kochgeschirr einen robusten Aufbau. Bei der Ausstattung achten die Hersteller auf dekorative Formen und pflegeleichte sowie langlebige Materialien. Dieser Aufbau ist bei Schmortöpfen für Induktionsherde und alle anderen Herdarten gleich:

  • Ovales, rundes oder rechteckiges Topfgehäuse mit breiter Bratfläche und hohen Seitenrändern
  • Topfboden für Induktionsherd in Schichten aufgebaut, für andere Herdarten dick für gleichmäßige Wärmeverteilung
  • Zwei Griffe am Topfgehäuse
  • Deckel aus Glas mit Mittelgriff, teilweise mit Aromaknopf zur Dampf- und Temperaturregulierung

Als Materialien kommen vor allem Edelstahl, speziell hitzebeständige Kochkeramik, Aluminium oder Gusseisen zum Einsatz. Diese Materialien zeichnen sich durch Geschmacksneutralität, Hitzebeständigkeit, Kratzfestigkeit und gute Wärmeleitung aus. Schmortöpfe aus Kochkeramik haben für den Einsatz auf dem Induktionsherd einen Topfboden mit Stahlkern. Dadurch ist die gleichmäßige Wärmeverteilung und eine gute Speicherfähigkeit der Gartemperatur gewährleistet.

Unterschied zwischen Schmortopf und Bräter
Häufig werden die Begriffe Schmortopf und Bräter synonym genutzt. Der Unterschied liegt indes im Detail: Während der Schmortopf vorwiegend zum langsamen Garen auf dem Herd genutzt wird, bietet der Bräter mehr Platz und kann problemlos zum Garen im Backofen verwendet werden. Schmortöpfe haben in der Regel eine runde Grundfläche, während Bräter zumeist eine rechteckige oder ovale Grundfläche haben und daher mehr Platz bieten.

Schmortopf aus Gusseisen von Le Creuset (induktionsgeeignet)
Schmortopf aus Gusseisen von Le Creuset mit 4,2 Liter Volumen
WMF Bräter
WMF Bräter aus Cromargan mit 8,5 Liter Volumen

Funktion von Schmortöpfen

Piktogramm für Induktion an der Topfunterseite
Dieser Topf ist induktionsgeeignet – erkennbar an dem Symbol rechts außen.

Schmortöpfe passen in Form und Größe zum am häufigsten darin geschmorten Gargut. Geflügel und Fisch gelingen in ovalen Formen sehr gut, während Rouladen, Gulasch und andere, kürzere Fleischstücke am gleichmäßigsten in rechteckigen oder runden Schmortöpfen gelingen. Auf der großen Grundfläche des Schmortopfes liegt der Braten komplett auf. Dadurch werden auch die Seiten beim Anbraten gleichmäßig gebräunt.

Beim Schmortopf für Induktionsherde erfolgt die Wärmeverteilung über die magnetischen Verwirbelungen im Topfboden. (Achten sie beim Kauf auf das Spulensymbol.) Bei allen anderen Herdarten erhitzen Gas oder Strom den Schmortopf.

Der dicht schließende Deckel auf dem Schmortopf hält Flüssigkeit und Wärme gut im Innern zurück. Dort entsteht im Laufe der Garzeit ein optimales Schmorklima. Manche Modelle haben einen Aromaknopf. Er dient dazu, nach einer Weile Dampf abzulassen. Dadurch reduziert sich die Temperatur etwas und verändert den Garprozess. Sollen Beilagen wie Gemüse oder Pilze mitgeschmort werden, können diese etwas später zum Braten gegeben werden.

Einsatzmöglichkeiten für den Schmortopf

Im Schmortopf gelingen Fleischgerichte besonders optimal. Für Pute, Rollbraten vom Schwein oder große Portionen Rinderschmorbraten sind ovale Schmortöpfe optimal. Bei größerem Geflügel ist allerdings ein Bräter vorzuziehen, die es inzwischne auch für Induktionskochdelder gibt. Auch das beliebte Pulled Pork gelingt im Schmortopf ohne großen Aufwand. Beim Einkauf sollte der Topf etwas größer als das voraussichtlich eingelegte Schmorgut gewählt werden. Das erleichtert das gleichmäßige Anbraten und erlaubt das spätere Hinzugeben von Beilagen zum Schmorgericht. Allerdings darf der Größenunterschied zwischen Schmorgut und Topf nur geringfügig sein. Ansonsten würde zu viel Energie ungenutzt verlorengehen.

Häufig wird der traditionelle Schmortopf oder der induktionsgeeignete Schmortopf auch für fettarmes Braten, Überbacken oder Erwärmen verwendet. Die hitzebeständigen Materialien von Deckel und Topf sind hierfür wichtig. Fast alle Hersteller gestalten ihre Schmortöpfe äußerst dekorativ. Deshalb dient ein solcher Schmortopf außer zum Garen häufig gleich zum Servieren bei Tisch.

Vorteile von Schmortöpfen

  • Fettarmes bis fettfreies Braten auch großer Fleischstücke möglich
  • Gleichmäßige Wärmeverteilung und gute Wärmespeicherung über Stunden
  • Geschmacksintensives Garergebnis auch von Gemüse, Fisch oder Pilzen
  • Einfache Handhabung beim Wenden, Rühren und Entnehmen
  • Dekorative Designs auch zum Servieren bei Tisch
  • Vielseitige Verwendbarkeit auch für andere Garmethoden als das Schmoren
  • Beliebteste Schmortöpfe auch induktionsgeeignet, pflegeleicht und langlebig

Silit Schmortopf Passion Energy Red

Dieses Modell von Silit ist ein Schmortopf von 28 cm Durchmesser aus Silargan, einer speziellen Kochkeramik.

Aufbau und Ausstattung

  • Fassungsvermögen 6 Liter, mit 10,5 cm hohem Rand
  • Boden mit Stahlkern für gute Wärmeleitung und Hitzespeicherung
  • Breiter Schüttrand zum tropffreien Abgießen der Schmorflüssigkeiten
  • Hohlgriffe mit verringerter Wärmeübertragung
  • Topfmaterial Silargan – nickelfrei innen und außen
  • Gewölbter, dicht schließender Glasdeckel mit Stahlrand und Stahlgriff

Besondere Eigenschaften

  • Für alle Herdarten geeignet, auch Induktion
  • Topf und Deckel spülmaschinengeeignet
  • Topfflächen porenlos geschlossen, dadurch pflegeleicht
  • Kochkeramik geschmacksneutral sowie kratz- und schneidfest
  • Schmortopf und Glasdeckel hitzebeständig auch bei Backofentemperaturen
Sale
Silit Energy Red Schmortopf mit Glasdeckel Ø 28 cm, Silargan Funktionskeramik, Schüttrand, induktionsgeeignet, spülmaschinengeeignet, rot, 6,0l
  • Inhalt: 1x Schmortopf Ø 28 cm (V 6l) - optimal für Herdplatten mit Ø 22 cm, Höhe: 10,5 cm - Artikelnummer: 2130236368
  • Material: Silargan - Funktionskeramik mit nickelfreien Oberflächen. Spülmaschinengeeignet, schneid-/ kratzfest, backofenfest, hitzebeständig bis 250°C. Edelstahl. Made in Germany
  • Silargan Pfannen sind für alle Herdarten geeignet - auch für Induktion. Boden mit durchgezogenem Stahlkern und schneller Wärmeleitung sowie optimaler Hitzespeicherung für energiesparendes Kochen
  • Breiter Schüttrand für ein tropffreies Ausgießen. Sicheres Handling durch ergonomische Edelstahlgriffe. Ideal für scharfes Anbraten bei hohen Temperaturen
  • Herstellergarantie: 30 Jahre Garantie auf die innere und äußere keramische Silargan-Oberfläche. Die Garantiebedingungen finden Sie unter "Weitere technische Informationen"

Le Creuset Gusseisen-Schmortopf

Optisch auffallend und ebenso funktional wie die Modelle anderer Marktführer ist der runde Le Creuset Gusseisen Schmortopf mit verschieden-farbiger Emaillierung. Er kann auf klassischen Herden ebenso wie auf dem Induktionsherd verwendet werden. Dabei zeichnet sich die Emaillebeschichtung durch hohe Kratzfestigkeit aus. Weder die große Hitze im Backofen noch die niedrigen Temperaturen in der Gefriertruhe machen dem Gusseisen etwas aus. Zur Ausstattung des Modells gehören der Topf mit zwei großen, emaillierten Griffen sowie ein Deckel mit Edelstahlknauf in der Mitte. Das Volumen dieses Schmortopfs beträgt 4,2 Liter.

Sale
Le Creuset Gusseisen Bräter Signature Rund 24 cm, Schwarz
  • Geeignet für 4-6 Personen
  • Inhalt 4,2 Liter
  • Für alle Herdarten, inkl. Induktion geeignet, auch im Backofen/Grill einsetzbar
  • Spülmaschinengeeignet und leicht zu reinigen
  • Seit 1925 - hergestellt in Frankreich

Fazit: Ein Schmortopf zeichnet sich durch großes Fassungsvermögen und gleichmäßige Brat- und Garergebnisse aus. Die beliebtesten Modelle eignen sich auch zum Schmoren auf dem Induktionsherd. Zur Ausstattung gehören Glasdeckel, teilweise ein Aromaknopf und bei einigen Varianten ein Deckel mit Pfannenfunktion.